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Akademische Landsmannschaft Tyrol zu Innsbruck
“Von Kufstein bis Salurn zum Vaterland!”

 

 

 

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Geschichte

L-TyrolDie Wurzeln der Landsmannschaft Tyrol reichen bis 1880 zurück, als sich eine studentische Tisch-runde den Namen „Akademische Gesellschaft der Veilchenblauen“ gab. Dieser Name leitete sich von einem Revolutionslied aus dem Jahre 1848 ab und wurde im Jahr 1898 in „Akademische Verbindung Veilchenblaue Republik“ geändert, eine Provokation in der Habsburgermonarchie.

Der einseitig diktierte Friedensvertrag von St. Germain brachte für Tirol nach dem Ersten Weltkrieg die Abtrennung des südlichen Landesteils, den Italien als Kriegsbeute erhielt. Bereits 1922 begann dort die faschistische Terrorherrschaft, die gewaltsam die Italianisierung herbeiführen wollte.
Der damalige Dachverband der Landsmannschaften DL unterstützte daher die Gründung einer Landsmannschaft in Innsbruck, die sich des Themas Südtirol annehmen sollte. Die Alten Herren der „Veilchenblauen“ konnten für dieses Projekt gewonnen werden. Daher wurden als Farben das Veilchenblau, sowie Weiß und Rot entsprechend den Landesfarben Tirols gewählt. In den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren blühte der Bund auf.

Die turbulente Zwischenkriegszeit wurde von Michael Gehler in „Studenten und Politik“ (Haymon Verlag 1990, ISBN: 3-85218-079-1) ausführlich untersucht. Wir haben ihm, wie einige andere Verbindungen, unser gesamtes verfügbares Archivmaterial zur Verfügung gestellt, das er kritisch aufgearbeitet hat.

Gehler beschreibt das Spannungsfeld zwischen dem von den Sieger¬mächten untersagten, von der überwiegenden Mehrheit der Deutsch-Österreicher aber in den zwanziger Jahren erhofften „Anschluss“, der nach 1932 nur mehr von der illegalen NSDAP vertreten wurde und dem „Verrat an Südtirol“ im Rahmen des Hitler-Mussolini Pakts.

Tyrol wurde, allen von den illegalen Nationalsozialisten geschürten Illusionen zum Trotz, wie alle anderen Verbindungen nach dem erfolgten Anschluss 1938 aufgelöst. Erst 1953 konnte eine Wiedergründung erfolgen. Unser Tyrolerhaus wurde im Jahr 1967 angekauft. Bewegt wurde die Studentenschaft in den sechziger Jahren durch den Freiheitskampf der Südtiroler, der letztendlich das noch heute gültige Autonomiestatut bringen sollte.